Mit einer kleinen Osterfestverzögerung kommen hier nun die Bilder des Monats April. Die Natur erwacht, auch wenn wir jetzt, Anfang April, ein echtes Winter-Comeback im Steinwald zu verzeichnen haben! Dennoch war Naturparkfotograf Dr. Siegfried „Siggi“ Steinkohl wieder auf Entdeckungstour und konnte einige Frühjahrshighlights für uns festhalten. Vielen Dank für die tollen Eindrücke!

Unsere

BILDER DES MONATS

Buschwindröschen

Wenn im April die letzten Schneereste weggeschmolzen sind, ändert sich der Anblick der Natur schlagartig. Überall tauchen Farbtupfer auf, hier das Buschwindröschen, dort der Huflattich und das Leberblümchen. Sie sind die erste Nahrung für die Bienen und andere Insekten. Da das Buschwindröschen hohe Lichtansprüche stellt, blüht es im Frühjahr, wenn die Bäume noch keine Blätter tragen und leitet somit den phänologischen Erstfrühling ein. © Dr. Steinkohl

Klettern im Steinwald

Wenn die Frühjahrssonne die Felsen erwärmt, machen sich wieder viele Freeclimber zum Klettern im Steinwald auf. Aber Vorsicht! Klettern im Steinwald ist nur an bestimmten Felsen erlaubt (Zone 2 der Kletterkonventionen), und zwar am Räuberfelsen, am Vogelfelsen, am Ratfelsen, am Waldkopf, am Y-Riss und am Augsburger Felsen. Alle anderen Felsen sind gesperrt und sollen als Rückzugsgebiete für seltene Pflanzen und Tiere dienen (Zone 1). © Dr. Steinkohl

Palmlohfelsen

Das typische Gestein des Steinwaldes ist der Granit. Er besteht aus Feldspat, Quarz und Glimmer. Vor 350 – 280 Millionen Jahren drang glutflüssiges Magma aus dem Erdmantel in das Deckgebirge (Variszisches Gebirge) ein und erkaltete. Nach vielen Millionen Jahren haben Wind und Wetter die oberen Schichten des Deckgebirges abgetragen und imposante Felsblöcke zum Vorschein gebracht, wie hier das Palmloh-Massiv im Steinwald. © Dr. Steinkohl

Steinwaldbach

Der Naturpark Steinwald ist trotz seiner geringen Größe außerordentlich strukturreich. Neben dem Laubwald, den vielen verschiedenen Pflanzen und der artenreichen Tierwelt sind die unzähligen kleinen Bäche, die sich durch die Felsblöcke schlängeln, ein Merkmal des Steinwaldes. Jetzt, nach der Schneeschmelze, sind sie sehr wasserreich und wachsen oft zu kleinen, reißenden Bergbächen heran. © Dr. Steinkohl

Kreuzottern bei der Paarung

Die Kreuzotter ist die einzige giftige Schlange in Bayern. Je nach Witterungslage beendet sie ihre Winterruhe Mitte März bis April und verlässt ihr Winterquartier, um sonnige Plätzchen aufzusuchen. Als Kaltblüter sind sie nämlich abhängig von der Umgebungstemperatur. Ab Mitte April bis Mai beginnen sie sich dann fortzupflanzen. Auf dem Bild sieht man die Paarung einer weiblichen (braun) und einer männlichen (silbergrau) Kreuzotter. © Dr. Steinkohl