Der Vorstand des Naturparks Steinwald hat auf Vorschlag des Vorsitzenden, Baron von Gemmingen-Hornberg, in einer seiner vergangenen Sitzungen beschlossen, eine Erweiterung der Naturparkfläche nach Süden hin zu planen. Das entsprechende Erweiterungsgebiet soll, wie auf der Karte in rot eingezeichnet, ca. 6.900 ha betragen und den Schulterschluss zum südlichen Nachbarnaturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald bilden. Gründe dafür sind neben dieser einheitlichen Grenzführung auch das einheitliche Vorantreiben in allen Gemeindeteilen, die Förderkulisse des Naturparkes in Anspruch zu nehmen auch im Hinblick auf das Thema Biotopverbund (es befinden sich z.B. beachtenswerte Feuersalamandervorkommen im Bereich Wildenreuth und auch Wildkatze, Luchs, Schwarzstorch und Habichtskauz wurden bereits im Hessenreuther Wald nachgewiesen) sowie die Möglichkeit der Vermarktung regionaler Produkte mit Naturpark-Zertifikat. Wichtig ist bei dem Thema alle regionalen Akteure miteinander zu vernetzen und es wird ganz explizit betont, dass keine der von der Erweiterungsfläche betroffenen landwirtschaftlich genutzten Flächen als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen werden sollen! In diesem Zusammenhang setzt der Naturpark Steinwald voll und ganz auf eine gemeinsame Zusammenarbeit und Absprache mit der Landwirtschaft.

Aktuell liegen die entsprechenden Unterlagen zur Bewertung bei der Höheren Naturschutzbehörde, sprich der Regierung der Oberpfalz in Regensburg. Eine fachliche Stellungnahme der Unteren Naturschutzbehörde Tirschenreuth ist im Vorfeld erfolgt. Nun muss gemeinsam mit dem Umweltministerium geprüft werden, ob und welche Flächen als Naturpark-Erweiterung in Frage kommen.

Sollte der Naturpark Steinwald um die angedachte Fläche erweitert werden, würde er sich vom Rang des zweitkleinsten auf den des viertkleinsten Naturparks in Bayern, noch vor den Ammergauer Alpen, der Nagelfluhkette und den Hirschwald, hochsetzen.